Geschichte

Bereits vor der Eiszeit grub sich die Lammer in Form eines engen Kerbtales tief in den Berg ein. Die Lammerklamm ist somit gewissermaßen ein Tal im Tal.

Historisches Foto der Lammerklamm

Deutlich sichtbar wird dies durch die steilen, mehrere hundert Meter hohen Felswände des oberen Tales. Vor rund 10.000 Jahren, als die Gletscher am Ende der letzten Eiszeit zu schmelzen begannen, strömten gewaltige Wassermassen durch das Tal. Innerhalb kurzer Zeit schnitt sich der Ur-Fluss tief in den Talboden ein, der aus eiszeitlichen Ablagerungen bestand.

Ein eindrucksvoller Beleg für diese Entstehungsgeschichte ist der extrem enge Abschnitt am Beginn der Klamm. Dort hat sich die Lammer so tief in den Fels eingegraben, dass die rund 20 Meter hohen Felswände an ihrer engsten Stelle nur noch einen Meter voneinander entfernt sind. Über Jahrtausende formte das Wasser zudem gewaltige Auswaschungen von bis zu zehn Metern Durchmesser sowie beeindruckende Strudellöcher.

Die Lammeröfen zählen zu den eindrucksvollsten Beispielen für die erosive Kraft des Wassers und übertreffen in ihrem engsten Bereich viele andere Klammen im Salzburger Land. Seit 1978 steht die Lammerklamm als Naturdenkmal unter Schutz.

Vermutlich wurde die Klamm bereits im Mittelalter begangen. Für die Holzbringung entstanden sogenannte Triftsteige, über die Holz aus dem Raum Abtenau transportiert wurde. Dieses Holz diente unter anderem dem Bau der Stollen im Salzbergwerk Hallein sowie als Brennmaterial für die Saline. Die Klamm wurde bis 1920 für den Holztransport genutzt.

Mit dem Bau einer Steiganlage im Jahr 1884 wurde die Lammerklamm für den aufkommenden Tourismus erschlossen und entwickelte sich zu einem beliebten Ausflugsziel.